Übe für die Prüfung mit Antworten und nachvollziehbaren Erklärungen. Alle Fragen und Lösungen auf dieser Seite sind ohne Anmeldung lesbar.
Erst selbst lösen, dann vergleichen.
Wähle deine Antwort und prüfe sie direkt. Du kannst jede Lösung auch ohne Antwort öffnen. Dies sind eigene Lern- und Beispielfragen, keine offiziellen Prüfungsfragen der Prüfungsträgerschaft und keine vollständige Prüfungssimulation.
Die Auswahl stammt aus unseren Ratgebern und aus dem Gratis-Test. Fragen, Antworten und Erklärungen sind auf Deutsch.
Frage 1 · Treuhand · Prüfung
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Die Steuer wird mit einem ESTV-Prozentsatz auf dem Bruttoumsatz berechnet, die Vorsteuer ist darin abgegolten
Beim Saldosteuersatz wird die Steuerschuld mit einem Branchensatz der ESTV auf dem Umsatz inklusive Steuer berechnet. Der Vorsteuerabzug ist darin abgegolten (Art. 37 MWSTG).
Richtige Antwort: Als Verminderung des Warenaufwands im Haben (Einkaufsskonto), sodass die Bank um CHF 4'900.00 abnimmt
Skonto vom Lieferanten ist eine Einkaufspreisminderung und wird auf dem Warenaufwand im Haben erfasst. Die Verbindlichkeit wird voll ausgebucht, die Bank nimmt um CHF 4'900.00 ab.
Richtige Antwort: Durch eine nachvollziehbare Korrekturbuchung (Storno und Neubuchung) mit Beleg, ohne die ursprüngliche Buchung spurlos zu löschen
Buchungen dürfen nicht so geändert werden, dass die ursprüngliche Eintragung nicht mehr feststellbar ist (Art. 957a OR). Korrigiert wird durch Gegenbuchung und neue Buchung mit Beleg.
Frage 5 · Anhang, Eigenkapitalnachweis
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Im Anhang als Eventualverbindlichkeit, eine Rückstellung ist nicht zu bilden.
Nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten wie Bürgschaften gehören in den Anhang (OR 959c). Eine Rückstellung ist erst bei wahrscheinlichem Mittelabfluss angezeigt.
Richtige Antwort: Weil ein Franken in der Zukunft wegen Zinsverzicht und Risiko weniger wert ist als ein Franken heute
Die Diskontierung bildet den Zeitwert des Geldes ab: Wer heute über Kapital verfügt, kann es anlegen und verzinsen; ein erst künftig zufliessender Betrag ist deshalb - und wegen des damit verbundenen Risikos - heute weniger wert als derselbe Nominalbetrag sofort.
Frage 7 · Liegenschaften, Wertschriften
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Die Grundstückgewinnsteuer erfasst den Gewinn des Verkäufers; die Handänderungssteuer ist eine vom Gewinn unabhängige, in vielen Kantonen zusätzlich erhobene Rechtsverkehrssteuer auf dem Eigentumsübergang.
Die Grundstückgewinnsteuer besteuert den realisierten Wertzuwachs beim Verkäufer. Die Handänderungssteuer knüpft dagegen am zivilrechtlichen Eigentumsübergang an und wird unabhängig von einem Gewinn erhoben, meist auf dem Kaufpreis oder Verkehrswert; sie ist keine vom StHG harmonisierte Steuer und existiert nicht in allen Kantonen.
Richtige Antwort: Es fuehrt zu gezielteren und umfangreicheren Pruefungshandlungen in den betroffenen Bereichen
Risikoorientierte Pruefungsplanung bedeutet, dass die Revisionsstelle ihre Pruefungshandlungen dort verstaerkt, wo das Risiko einer wesentlichen Fehlaussage am groessten ist.
Frage 9 · Handelsregister
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Sie ist eine einheitliche, dauerhafte Nummer, mit der Unternehmen von Behörden eindeutig identifiziert werden
Jedes Unternehmen erhält eine UID, die im Verkehr mit Behörden verwendet wird (OR 936a).
Frage 10 · Quellensteuer, Familienzulagen
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Auf dem massgebenden Bruttolohn; Sozialabzüge und Berufsauslagen sind im Tarif pauschal eingerechnet.
Die Quellensteuer wird auf dem Bruttolohn inklusive Zulagen, Boni und Naturalleistungen berechnet. Die Tarife enthalten pauschale Abzüge für Versicherungsprämien, Berufsauslagen und Familienlasten. Sozialversicherungsbeiträge werden deshalb nicht einzeln vom Lohn abgezogen.
Frage 11 · D3 Personalwesen vernetzt
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Die vertraglichen bzw. gesetzlichen Kündigungsfristen und die Sperrfristen nach Art. 336c OR beachten
Kündigungen müssen die vertraglichen oder gesetzlichen Kündigungsfristen und allfällige Sperrfristen (z. B. bei Krankheit, Unfall, Schwangerschaft) einhalten, unabhängig vom Grund der Sanierung.
Frage 12 · Laufende Buchungen, Kontenrahmen KMU
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Soll 2850 Privat / Haben 1000 Kasse, CHF 2'000.00, als Eigenkapitalentnahme der Inhaberin
Bei Einzelunternehmen ist der Eigenlohn kein Aufwand; Entnahmen werden über das Privatkonto im Eigenkapital gebucht. Die Kasse nimmt ab, das Privatkonto steht im Soll.
Frage 13 · Anhang, Eigenkapitalnachweis
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Die Anzahl Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt in der Kategorie nicht über 50.
OR 959c verlangt die Angabe der Zahl der Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt in Kategorien bis 10, 50, 250 oder darüber. Bei 38 Stellen genügt die Angabe der Kategorie bis 50.
Richtige Antwort: Den auf die Nutzungsdauer gleichmässig verteilten jährlichen Vorteil (oder Nachteil) gegenüber der geforderten Mindestverzinsung
Die Annuität verteilt den Kapitalwert einer Investition gleichmässig über die Nutzungsdauer (Kapitalwert mal Annuitätenfaktor) und macht den Vorteil pro Jahr sichtbar. Bei gleichem Kalkulationszinssatz führt sie zum selben Entscheid wie die Kapitalwertmethode.
Frage 15 · Abrechnung, Fristen, Verfahren
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Die UID mit dem Zusatz MWST, zum Beispiel CHE-123.456.789 MWST
Rechnungen enthalten die UID mit Zusatz MWST des Leistungserbringers (Art. 26 MWSTG).
Frage 16 · Einkommen/Vermögen natürliche Personen
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Sie ist eine ausschliesslich kantonale (und allenfalls kommunale) Steuer; der Bund erhebt keine Schenkungssteuer, und ihre Ausgestaltung ist im StHG nicht harmonisiert.
Erbschafts- und Schenkungssteuern sind in der Schweiz reine Kantons- (und teilweise Gemeinde-)Steuern; eine Bundessteuer darauf existiert nicht, und das Steuerharmonisierungsgesetz erfasst sie nicht. Satz, Freibeträge und die Befreiung von Ehegatten oder Nachkommen sind deshalb von Kanton zu Kanton verschieden.
Frage 17 · Unabhaengigkeit und Berufspflichten der Revisionsstelle
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Waehrend der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren
Analog zur allgemeinen Aufbewahrungspflicht fuer Geschaeftsunterlagen bewahrt die Revisionsstelle ihre Pruefungsdokumentation waehrend zehn Jahren auf.
Richtige Antwort: Zu gleichen Teilen, weil das Gesetz ohne anderslautende Abrede den Gewinn unabhängig von der Grösse der Beiträge gleich verteilt
Mangels anderer Vereinbarung haben die Gesellschafter ohne Rücksicht auf Art und Grösse ihrer Beiträge gleichen Anteil an Gewinn und Verlust (OR 533).
Frage 19 · Arbeitsvertrag, Kündigung
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Sie ist nichtig und muss nach Ablauf der Sperrfrist von 90 Tagen neu ausgesprochen werden.
Eine Kündigung während der Sperrfrist nach OR 336c ist nichtig. Im zweiten bis fünften Dienstjahr dauert der Schutz bei Krankheit 90 Tage. Nach Ablauf muss die Arbeitgeberin neu kündigen; ein Nachschieben der alten Kündigung genügt nicht.
Richtige Antwort: Sanierungsfähige Massnahmen prüfen und der Generalversammlung Antrag stellen, ohne das Gericht zu benachrichtigen
Bei einem Kapitalverlust nach Art. 725 OR muss der Verwaltungsrat unverzüglich Massnahmen zur Sanierung prüfen und der Generalversammlung Antrag stellen; eine Anzeige an das Gericht ist erst bei Überschuldung nach Art. 725a nötig, sofern kein Rangrücktritt vorliegt. Die beiden Tatbestände werden in der Praxis oft verwechselt.
Frage 21 · Warenhandel, Lager, Fremdwährung
Lösung und Erklärung ansehen
Richtige Antwort: Soll 1200 Handelswaren / Haben 4200 Handelswarenaufwand, CHF 20'000.00; der Warenaufwand sinkt
Eine Lagerzunahme wird im Soll des Lagerkontos (1200) und im Haben des Handelswarenaufwands (4200) gebucht; dies vermindert den ausgewiesenen Warenaufwand direkt. Gebucht wird nur die Differenz von CHF 20'000.00.
Richtige Antwort: Er stellt den Geschaeftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens dar und ergaenzt die Zahlen der Jahresrechnung um eine Beurteilung, etwa zu Risiken.
Art. 961c OR nennt Geschaeftsverlauf, wirtschaftliche Lage und, soweit notwendig, eine Risikobeurteilung als Lageberichtsinhalt; er tritt neben Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang und ist fuer Unternehmen mit ordentlicher Revisionspflicht vorgeschrieben.
Das Thema vertiefen
Wiederhole die Erklärungen zu deinen Fehlern. Im Lernbereich kannst du nach Themen weiterüben; auf der Prüfungsseite findest du Fakten, Themen und Zugang.