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Frage 1 · Wirtepatent · Prüfung
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Richtige Antwort: Für einzelne Anlässe mit Ausschank kennen die Kantone in der Regel eine besondere Bewilligung für Gelegenheitswirtschaften
Die Kantone regeln Gelegenheitswirtschaften meist separat und mit leichteren Voraussetzungen als den Dauerbetrieb. Eine Bewilligung ist aber auch für Vereine in der Regel nötig.
Richtige Antwort: Milch und Milchprodukte, einschliesslich Laktose, stehen auf der Liste der Stoffe, die genannt werden müssen
Zu den allergenen Stoffen gehören Milch und Milchprodukte einschliesslich Laktose. Gäste mit Laktoseintoleranz haben deshalb Anspruch auf eine zutreffende Auskunft.
Richtige Antwort: Ja, wenn eine akute Gefahr besteht, kann sie den Betrieb vorsorglich sofort schliessen
Bei einer unmittelbaren Gefahr für die Gesundheit sind vorsorgliche Massnahmen bis hin zur sofortigen Schliessung möglich. Das dient dem Schutz der Gäste und ist verhältnismässig, wenn die Gefahr akut ist.
Frage 5 · LMG/LGV Grundsätze
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Richtige Antwort: Auf die gesamte Lebensmittelkette vom Erzeuger bis zur Abgabe an die Konsumierenden
Das Lebensmittelrecht erfasst alle Stufen von der Primärproduktion über Verarbeitung und Handel bis zur Abgabe. Jede Stufe ist für ihren Bereich verantwortlich. Der Gastbetrieb steht am Ende der Kette und muss deshalb seine Lieferanten sorgfältig auswählen und die Ware kontrollieren.
Frage 6 · Prävention, Früherkennung
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Richtige Antwort: Der Gast trinkt zunehmend früher am Tag, verträgt immer mehr und reagiert gereizt, wenn man seinen Konsum erwähnt.
Warnzeichen sind Steigerung der Menge, früherer Beginn, Kontrollverlust und Abwehr bei Ansprache. Gelegentlicher oder moderater Konsum und Verzicht sind unauffällig. Der Wirt spricht Beobachtungen respektvoll an und verweist bei Bedarf auf Beratungsstellen.
Frage 7 · Sozialversicherungen im Betrieb
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Richtige Antwort: Ab dem 01.01.2027, also ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres.
Erwerbstätige sind ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres beitragspflichtig. Für Lea Brunner ist das der 01.01.2027. Die Volljährigkeit spielt dafür keine Rolle.
Frage 8 · Versicherungen des Betriebs
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Richtige Antwort: Er kann den Vertrag innert vier Wochen seit Kenntnis der Verschweigung durch schriftliche Erklärung kündigen
Wer beim Vertragsabschluss erhebliche Gefahrstatsachen, nach denen der Versicherer ausdrücklich gefragt hat, verschweigt oder unrichtig mitteilt, verletzt die Anzeigepflicht. Der Versicherer kann dann den Vertrag innert vier Wochen nach Kenntnis durch schriftliche Erklärung kündigen. Die Wirtschaftlichkeit der Prämie ändert daran nichts.
Frage 9 · MWST im Gastgewerbe
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Richtige Antwort: Es gehört nicht zum Entgelt des Betriebs und ist nicht Teil des steuerbaren Umsatzes
Trinkgelder, die Gäste freiwillig und direkt dem Personal geben, sind kein Entgelt für die Leistung des Betriebs und deshalb mehrwertsteuerlich nicht zu erfassen. Anders ist es bei einem fest verrechneten Bedienungszuschlag.
Frage 10 · Marketing-Grundlagen Gastro
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Richtige Antwort: Die Empfehlung zufriedener Gäste als glaubwürdige, günstige Werbung
Empfehlungen von Gästen gelten als besonders glaubwürdig und kosten wenig. Voraussetzung ist ein Angebot, über das Gäste gerne sprechen. Gerade für junge Betriebe mit kleinem Budget ist die Mund-zu-Mund-Werbung ein wichtiges Instrument.
Frage 11 · Gefahrstoffe, Reinigungsmittel
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Richtige Antwort: Austretendes CO2 verdrängt den Sauerstoff und kann zum Ersticken führen; Raum lüften und Flasche gegen Umfallen sichern
Kohlendioxid ist schwerer als Luft und sammelt sich in Kellern und tiefen Räumen. Dort verdrängt es Sauerstoff und kann ohne Vorwarnung zum Ersticken führen; Lüftung, gesicherte Gasflaschen und gegebenenfalls ein Gaswarngerät sind daher wichtig.
Frage 12 · Persönliche/fachliche Voraussetzungen
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Richtige Antwort: Ab 18 Jahren, sofern keine Urteilsunfähigkeit besteht
Nach ZGB Art. 14 ist volljährig, wer das 18. Altersjahr zurückgelegt hat. Handlungsfähig ist, wer volljährig und urteilsfähig ist (ZGB Art. 12 ff.). Die Handlungsfähigkeit gehört zu den persönlichen Voraussetzungen der Gesuchsteller.
Frage 13 · LMG/LGV Grundsätze
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Richtige Antwort: Ja, Trinkwasser ist ein Lebensmittel und untersteht dem Lebensmittelrecht
Als Lebensmittel gelten alle Stoffe, die zur Aufnahme durch den Menschen bestimmt sind, einschliesslich Getränken und Trinkwasser. Der Betrieb muss deshalb auch bei Wasserkrügen, Eiswürfeln und Getränkeleitungen auf Hygiene achten.
Frage 14 · Prävention, Früherkennung
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Richtige Antwort: Bier, Wein und Spirituose enthalten in der üblichen Ausschankmenge etwa gleich viel reinen Alkohol.
Ein Standardglas entspricht je nach Getränk einer Menge mit ungefähr gleich viel reinem Alkohol. Wirtinnen und Wirte nutzen dieses Prinzip, um Gästen und Mitarbeitenden den Konsum verständlich zu erklären. Wichtig ist, dass kleine Gläser starker Getränke nicht unterschätzt werden.
Frage 15 · Arbeits- und Ruhezeit, Überstunden
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Richtige Antwort: Fünf Jahre, weil die Unterlagen für die Durchsetzung der Arbeitszeitvorschriften verfügbar bleiben müssen
Die Arbeitgeberin muss die Unterlagen zur Arbeits- und Ruhezeit nach ArGV 1 Art. 73 während fünf Jahren aufbewahren und den Vollzugsbehörden auf Verlangen vorlegen. Die Aufzeichnung ist im Gastgewerbe besonders wichtig, weil sonst die Überstunden nur schwer zu belegen sind.
Frage 16 · Rechtsformen, Handelsregister
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Richtige Antwort: Aktienkapital von CHF 100'000, wovon bei der Gründung mindestens CHF 50'000 einbezahlt sein müssen
Das Mindestaktienkapital der AG beträgt CHF 100'000. Bei der Gründung müssen mindestens 20 % jeder Aktie, insgesamt aber mindestens CHF 50'000, einbezahlt werden. Die GmbH kennt dagegen ein tieferes Stammkapital mit voller Einzahlung.
Richtige Antwort: Der Aufwand gehört ins alte Jahr und wird per 31.12. als passive Rechnungsabgrenzung erfasst
Aufwand und Ertrag werden der Periode zugeordnet, in der die Leistung erfolgte. Eine noch nicht eingetroffene Rechnung wird deshalb per Stichtag über die passive Rechnungsabgrenzung erfasst.
Frage 18 · Personalplanung
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Richtige Antwort: Temporärfirmen sind teurer, liefern aber rasch geeignete Kräfte
Temporärfirmen kosten mehr, bieten aber schnelle Verfügbarkeit und übernehmen Rekrutierung und Anstellung. Bei Aushilfen im Bekanntenkreis fallen ebenfalls Lohn und Sozialversicherung an. Wichtig ist in beiden Fällen eine kurze Einweisung.
Frage 19 · Gefahrstoffe, Reinigungsmittel
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Richtige Antwort: Das ist unzulässig; Reste gehören an eine Sammelstelle oder zurück zum Lieferanten
Produkte mit Umweltgefahr dürfen nicht in den Abfluss gelangen. Restmengen werden über eine Sammelstelle, den Lieferanten oder einen Entsorger zurückgegeben; dafür gelten die Chemikalien- und die Gewässerschutzvorschriften.
Frage 20 · Persönliche/fachliche Voraussetzungen
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Richtige Antwort: Der Fähigkeitsausweis belegt die fachliche Eignung der Person, die Bewilligung ist die behördliche Erlaubnis zur Führung des Betriebs
Der Fähigkeitsausweis, etwa aus einer Wirtefachprüfung, weist nach, dass die Person die nötigen Kenntnisse hat. Die Bewilligung oder das Patent ist ein Verwaltungsakt der zuständigen Behörde. Beides zusammen ist meist Voraussetzung zum Führen eines Betriebs.
Frage 21 · LMG/LGV Grundsätze
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Richtige Antwort: Wenn es gesundheitsschädlich oder für den Verzehr durch Menschen ungeeignet ist
Sicher sind Lebensmittel, wenn sie weder gesundheitsschädlich noch für den Verzehr ungeeignet sind. Datum, Herkunft oder Aufmachung allein entscheiden darüber nicht.
Frage 22 · Alkohol- und Tabakabgabe, Altersgrenzen
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Richtige Antwort: Durch Vorweisen eines amtlichen Ausweises mit Geburtsdatum, zum Beispiel einer Identitätskarte oder eines Passes
Zuverlässig ist nur ein amtliches Dokument mit Geburtsdatum und Foto. Wer bei Zweifeln darauf verzichtet, riskiert eine Widerhandlung gegen die Abgabevorschriften. Die Kontrolle gehört zur betrieblichen Sorgfaltspflicht.
Frage 23 · Ferien, Feiertage, Lohnfortzahlung
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Richtige Antwort: Nein, bei unverschuldeter Krankheit von weniger als einem Monat dürfen die Ferien nicht gekürzt werden.
Ist die Arbeitnehmerin ohne eigenes Verschulden verhindert, zum Beispiel wegen Krankheit, darf der Arbeitgeber die Ferien erst kürzen, wenn die Verhinderung im Dienstjahr länger als einen Monat gedauert hat. Zwölf Tage Grippe berechtigen deshalb nicht zur Kürzung.
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